Kurze Antworten zu dem, was Bergradar berechnet und wie du es einstellst.
Auf der Startseite auf GPX-Datei hochladen klicken und die Datei auswählen. Höchstens 5 MB, Endung .gpx.
Danach fragt Bergradar nach Aktivität, Startzeit, Tempo und Punktabstand. Die Aktivität steht anfangs auf Wandern — sie wird nicht aus der Datei erraten, also stell sie um, wenn du fährst.
Das Tempo wird dagegen aus der Datei übernommen, wenn sie durchgehend Zeitstempel enthält. Fehlt auch nur einer, greift der Standardwert der Aktivität.
Eine Wettervorhersage gilt für einen Ort. Deine Tour ist keiner.
Bergradar rechnet für jeden Kilometer deiner Strecke — mit der geschätzten Ankunftszeit an genau diesem Punkt. Um 9:00 losfahren heißt, den Anstieg bei km 40 gegen Mittag zu erreichen, und dort zählt das Wetter um Mittag, nicht das am Startpunkt am Morgen.
Daraus entstehen Sätze, die eine Punktvorhersage nicht sagen kann: wann du in den Regen kommst, wo der Wind von vorn steht, ob du vor Einbruch der Dunkelheit ankommst.
Vier: Wandern, Trailrunning, Rennrad und MTB/Gravel.
Die Auswahl ändert drei Dinge:
Aus deinem Tempo und dem Höhenprofil deiner Strecke.
Ein festes Tempo über die ganze Tour wäre am Berg falsch. Bergradar rechnet deshalb abschnittsweise mit der Steigung: dein Wert gilt in der Ebene, bergauf wird es langsamer, bergab wieder schneller. Steht bei der Analyse mit Steigungskorrektur, ist genau das gemeint.
Der Unterschied ist keine Kleinigkeit — auf einer Gravel-Runde von 108 km liegt er bei knapp einer Stunde, und um diese Stunde geht es, wenn eine Warnung sagt, dass du das Gewitter am Gipfel triffst.
Dass die Zahl gerechnet und nicht gemeldet ist.
Normalerweise liest Bergradar die Bewölkung nach Höhe direkt aus dem Wettermodell — für neun Druckniveaus, von etwa 150 bis 4300 Metern. Das beschreibt die Luftsäule über der Strecke und sagt für jeden Punkt, wie viel Wolke auf seiner eigenen Höhe liegt.
Ist dieses Profil nicht verfügbar, fällt Bergradar auf eine Schätzung aus Temperatur und Taupunkt zurück. Die wird als Schätzung gekennzeichnet und schraffiert gezeichnet, weil sie sich um gut hundert Meter irren kann.
Beides sind Vorhersagen, kein Blick nach draußen.
Weil an manchen Tagen keine Startzeit funktioniert — und dann ist Schweigen ehrlicher als eine Rangliste.
Bergradar prüft die Startzeiten, die vom Tageslicht überhaupt übrig bleiben. Trifft jede davon auf ein Gewitter auf der Strecke, gibt es keinen Sieger. Die am wenigsten schlechte Stunde zu krönen hieße zu behaupten, sie sei eine vernünftige Wahl.
Stattdessen kommt die Rechnung dahinter: wann die Front zieht, wie lange die Tour dauert, wann der letzte Start bei Tageslicht gewesen wäre. Etwa: Gewitter von 14:00 bis 16:59, die Strecke braucht 9 Std. 32 Min. — der letzte Start bei Tageslicht wäre 11:05 gewesen.
Und, wenn einer der nächsten beiden Tage ein Fenster hat, steht er dabei. Weiter als zwei Tage geht Bergradar nicht: so weit voraus ist ein Gewitter nichts, worauf man planen sollte.
Aus dem europäischen Luftqualitätsmodell CAMS, das Bergradar für die Punkte deiner Strecke abfragt. Das ist eine Vorhersage auf einem Raster von etwa 11 Kilometern — kein Messwert einer Pollenfalle in der Nähe.
Deshalb ist die Formulierung weich: Das Pollenmodell erwartet …, nie es ist hoch.
Gewarnt wird bei Ambrosia ab etwa 50 Körnern/m³. Damit der Hinweis nicht zwischen zwei Modellläufen an- und ausgeht, verschwindet er erst wieder unter 40 — hineinzukommen kostet mehr, als drinzubleiben.
Wenn dich das nicht betrifft, lässt es sich in den Einstellungen unter Anzeige abschalten.
Weil sie es ist. Ein Wettermodell wird mit jedem Tag Vorlauf unschärfer, und Bergradar tut nicht so, als wäre das anders.
Praktisch heißt das: für heute und morgen sind Aussagen über einzelne Stunden und Kilometer belastbar. Für den Tag danach beschreiben sie eher den Charakter des Tages als seinen Verlauf.
Deshalb schlägt Bergradar bei einem Tag ohne Fenster höchstens zwei Tage voraus einen anderen vor. Der dritte wäre eine Zahl, die sich noch ändert — und ein Rat, der sich still ändert, ist kein Rat.
An drei Stellen, und die genaueste gewinnt:
Die Analyse zeigt an, welche der drei sie benutzt hat. Ein Tempo an der Tour zu löschen bringt dich zurück zum Profilwert; das ist gemeint, wenn dort zurück zum Profil steht.
In der Streckenkarte den Knopf Anderen Tag oder andere Uhrzeit prüfen öffnen, Datum und Uhrzeit setzen, neu rechnen.
Das Formular bleibt danach offen. Eine Startzeit auszuprobieren heißt meistens, mehrere auszuprobieren, und jedes Mal neu aufklappen zu müssen wäre ein Klick zu viel.
Wer nicht raten will, lässt suchen: die Startzeit-Suche prüft die Stunden, die der Tag hergibt, und nennt die beste — oder sagt, dass es heute keine gibt.
Sammlungen sind deine eigenen Ordner für Touren — nach Region, nach Jahreszeit, nach Vorhaben. Sie ändern nichts an der Sichtbarkeit einer Strecke.
Sichtbarkeit ist eine Eigenschaft der Tour selbst. Neu hochgeladene Strecken sind privat: nur du siehst sie. Unter Meine Touren lässt sich eine Tour über das Menü öffentlich stellen — dann bekommt sie eine dauerhafte, lesbare Adresse und taucht im Katalog auf.
Bilder folgen dem nicht automatisch. Eine Tour öffentlich zu stellen macht kein einziges Foto öffentlich; danach ist jedes einzeln freizugeben.
So wenig, wie für die Analyse nötig ist:
Wetter, Luftqualität und Kartendaten kommen von externen Diensten und werden zwischengespeichert, nicht dir zugeordnet.
Die vollständige Fassung mit Rechtsgrundlagen und Empfängern steht in der Datenschutzerklärung.
Unter Einstellungen, ganz unten. Es wird das aktuelle Passwort verlangt — eine offen stehende Sitzung allein soll ein Konto nicht endgültig löschen können.
Was dann passiert:
In den Sicherungskopien verschwinden die Daten mit deren Ablauf, spätestens nach acht Wochen.
Unter Einstellungen → Meine Daten herunterladen. Du bekommst eine JSON-Datei mit allem, was zu deinem Konto gespeichert ist: Profil und Einstellungen, deine Touren, Sammlungen und Favoriten.
Wetter- und Kartendaten sind nicht dabei — die stammen von externen Diensten und gehören nicht dir, sondern werden für deine Strecke abgefragt.